Design, Künstler-Artistes
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Youloune

 

Youloune, Dessins sur le vif réalisés dans les transports en commun montréalais.

Woher kommt dein Pseudonym Youloune? D’où vient ton pseudo Youloune?

Im Sommer 2003, im Herzen der Region Ardèche, schlug mir eine Freundin, die ich im Ferienlager kennengelernt hatte, vor, mich statt Hélène Youloune zu nennen. Die beiden Namen sind sich ziemlich ähnlich, wenn man sie schnell ausspricht! Weil mir dieser Sommer während meiner Jugend sehr viel bedeutet hat, habe ich beschlossen, diesen Spitznamen zu behalten. Es war das Ende einer langen und schmerzhaften Zeit im Collège und im darauffolgenden Monat bin ich ins Lycée gekommen. Zu der Zeit waren Blogs in Mode und ich unterschrieb meine ersten Zeichnungen und Artikel mit dem Namen. 

Als ich 2006 meine Heimat, die Normandie, verließ, um in Paris Kunst zu studieren, bekräftigte sich dieser Spitzname zur gleichen Zeit, in der ich selbstbewusster wurde und alle meine Freunde haben mich so genannt. Viele wussten nicht, dass ich Hélène heiße und eine Freundin dachte wegen dieses Namens lange, dass ich tschechische Wurzeln hätte… 

Manche hören eine Ähnlichkeit heraus, denn wenn man Hélène sehr schnell ausspricht, kann man Youloune verstehen. Auf jeden Fall reimt es sich auf moon, was mir sehr gefällt, da ich seit meiner Kindheit mit Gedanken immer ein wenig auf dem Mond bin… 

À l’été 2003, au cœur de l’Ardèche, une amie rencontrée en camp d’été m’avait proposé de m’appeler Youloune à la place d’Hélène. Les deux sont assez similaires lorsqu’on les prononce rapidement ! Comme cet été là a été très précieux pendant mon adolescence j’ai décidé de garder ce surnom. C’était la fin d’une période longue et douloureuse au collège. Ce camp d’été spécialisé en théâtre m’a vraiment révélé ! Le mois d’après je rentrais au lycée, c’était la mode des blogs et je signais mes premiers dessins et articles avec.

Lorsqu’en 2006 j’ai quitté ma Normandie natale pour faire des études d’art à Paris, ce surnom s’est affirmé en même temps que ma personnalité et tous mes amis m’ont appelé ainsi. Nombreux ne savaient pas que je m’appelais Hélène et longtemps une amie a cru que j’étais d’origine tchèque avec ce nom là… Certains entendent une ressemblance lorsqu’on prononce Hélène très rapidement, on peut entendre youloune. En tout cas, il rime avec moon et j’aime ça, car je suis un peu sur la Lune depuis l’enfance…

Ich habe gesehen, dass du zurzeit in Kanada bist, genauer gesagt in Montréal. An welchem Projekt hast du dort zuletzt gearbeitet? J’ai vu que tu es au Canada en ce moment, plus précisément à Montréal. Quel y a été ton dernier projet?

Das siehst du richtig! Ich kam im August 2017 für zwei Monate nach Monréal, um dort mit meinem Partner, der auch aus Frankreich anreiste, gemeinsam Urlaub zu machen. Wir waren sofort vom Rhythmus der Stadt fasziniert, so auch von den unglaublichen Menschen, die sie zum Leben erwecken. In diesem Sommer habe ich viele neue Freunde kennengelernt und da habe ich mir fest vorgenommen, bald wiederzukommen. Nach den zwei Monaten der Entspannung, neuen Begegnungen und Entdeckungen habe ich die Rückkehr nach Paris als sehr intensiv erlebt.

Ich kehrte in den Trubel der Stadt zurück, investierte dort viel Energie und zog schließlich Ende Januar 2017 mit einer Arbeitserlaubnis in der Tasche nach Québec. Seitdem illustriere zum größten Teil ich Bürger- und Gemeinde- wie auch gemeinnützige Projekte. Zudem zeichne ich jeden Tag in meinem Skizzenheft, sei es in öffentlichen Verkehrsmitteln, Cafés oder an anderen öffentlichen Plätzen. Die Beziehungen der Menschen untereinander faszinieren mich, genauso wie unsere Beziehungen zu unseren Smartphones. All das betrachte ich mit einer Prise Humor. Zuletzt habe ich an einem Zeichenprojekt in Partnerschaft mit dem Centre de Service de Justice Réparatrice de Montréal gearbeitet.

Tu vois juste! Je suis arrivée à Montréal en août 2017 pendant deux mois afin de passer des vacances avec mon amoureux venu de France également pour s’y installer. Nous avons tout de suite accroché avec le rythme de la ville et ses incroyables humains qui la font vivre ! J’ai rencontré beaucoup d’amis d’amis cet été là et je me suis promis d’y retourner rapidement… Le retour à Paris a été assez intense après ces deux mois de relâche, de rencontres et de découvertes. 

Je suis retournée dans le brouhaha de la ville, y ai donné beaucoup d’énergie et finalement, Permis Vacances Travail en poche j’ai emménagé pour de bon au Québec fin janvier 2017. Depuis j’illustre des projets citoyens, communautaires et associatifs pour la plupart. Et je pratique le dessin à chaque jour que ce soit dans les transports en commun, les cafés et autres places publiques au coeur de mes carnets de croquis. Les rapports entre les gens me fascinent ainsi que nos rapports aux téléphones intelligents. J’observe tout cela avec une pointe d’humour! Mon dernier projet en date est un projet de captation dessinée en partenariat avec le Centre de Service de Justice Réparatrice de Montréal.

Arbeitest du häufig mit Joséphine Berte zusammen? Welches Projekt im Duo hat dir am besten gefallen? Collabores-tu souvent avec Joséphine Berte? Quel travail en duo as-tu préféré?

Vor zehn Jahren brach in das Diplom in Textildesign ab. Im Herbst 2017 entschied ich, einen Neuanfang mit den Fäden zu wagen und an einem Stickkurs im magischen Viertel Mile End teilzunehmen, der mittlerweile geschlossen ist. Es war ein sehr gemütlicher Ort, der sich La société textile nannte und an dem diverse Techniken der Textilbearbeitung gelehrt wurden. So belegte ich einen Stickkurs bei einer talentierten tunesischen Stickerin und machte Bekanntschaft mit Joséphine, bevor sie wieder nach Frankreich zurückzog.

Als Maha, unsere Kursleiterin, eine Visitenkarte brauchte, um ihre Dienstleistungen anzubieten, übernahm Joséphine die grafische Gestaltung, während ich für die Illustration zuständig war: Wir stellten Hände dar, die über einem Tuch stickten, das Mahas Signatur „Afus“ als Aufschrift trug. Zur gleichen Zeit gründete sich eine Gruppe Pariser Frauen, die auf der Suche nach einem Logo waren. Ich zeichnete ihnen mehrere Logos, von denen eines erwählt wurde, um die feministischen Aktivitäten der Gruppe zu zieren. Sie nannten sich „Les Explos“. Als Joséphine nach Paris zurückzog, bot sie der Gruppe ihre Dienste an. Im Rahmen dessen vertrat sie das Logo, das ich damals gezeichnet hatte!

Il y a dix ans je sortais d’un diplôme en design textile. A l’automne 2017 j’ai décidé de renouer avec ces belles cordes et prendre un cours de broderie dans un lieu magique du quartier du Mile End, désormais fermé. C’était un endroit très chaleureux nommé « La société textile » où diverses techniques de textiles étaient offertes. J’ai alors pris un cours de broderie avec une talentueuse brodeuse tunisienne et j’y ai fait la connaissance d’une autre élève, Joséphine, avant qu’elle ne retourne vivre en France.

Maha notre professeure avait besoin d’une carte de visite pour partager ses services. Josephine s’est occupée du graphisme et moi de l’illustration: des mains qui brodent sur un tissu tendu la signature de Maha « Afus ». A la même période, un groupe de femmes parisiennes s’est formé et se cherchait une identité graphique. Je leur ai dessiné plusieurs propositions de logos, un a été choisi pour représenter les actions féministes qu’elles offrent. Elles s’appellent « Les explos ». Josephine, elle, rentrait à Paris et leur offre depuis ses talents de graphiste. Elle a mis en valeur le logo que j’avais dessiné!

Du hast dem ‚Collectif de la Briche’ angehört und gleichzeitig Ateliers für die ‚Jeunes Publics’ betrieben. Was konntest du aus den Erfahrungen im Umgang mit den Kindern mitnehmen? Betreibst du in Montréal auch Ateliers? Tu as fait partie du collectif de la Briche (Saint-Denis) et tu animais en parallèle des ateliers auprès des Jeunes Publics. Que retires-tu de ces expériences avec les enfants? Est-ce que tu animes des ateliers à Montréal?

Als ich 2009 gerade mein Diplom in Mode- und Textildesign erhalten hatte, schlug mir eine Freundin vor, in ihre WG nahe der Kathedrale von Saint-Denis zu ziehen. Zwei Jahre lang sah ich die Stadt nur flüchtig, da ich anschließend in Paris studierte. Erst 2011 habe ich mich eingehend mit dieser wundervollen Stadt beschäftigt, weil Freunde von der Fanfare d’Oliviers de Serres [Blaskapelle] einen Hangar im La Briche [Zusammenschluss verschiedener Ateliers bei Saint-Denis] anmieteten. Jedes Mitglied der Gruppe kam aus einem anderen künstlerischen Bereich: Raumdesign, Textildesign, Grafikdesign usw.

Als ich 2011 mein Studium beendete, mieteten wir zusätzlich das einzige Haus von La Briche und tauften es Le Cabinet Patte Pelue. Über die Jahre wuchs unsere Gemeinschaft immer weiter an und mittlerweile zählt sie über 70 Freunde, die dort arbeiten. Unsere künstlerische und handwerkliche Vielfalt sind unsere große Stärke! 2012 riefen wir ein tolles Event ins Leben, das sich seitdem fast jährlich wiederholt: La Briche Foraine. Wir stellen über zwei bis drei Tage unsere eigenen Attraktionen auf und laden zu den Festlichkeiten die Bewohner von Saint-Denis und auch von außerhalb ein. Auf die Besucher warten ein sehr schönes Konzertprogramm, Schauspiel und Ateliers, die für Jung und Alt etwas zu bieten haben. Den Rest der Zeit ist La Briche ein Ort der Zurückgezogenheit, wo jeder an eigenen Kreationen oder aber an Projekten im Kollektiv, häufig auch mit externen Künstlern, arbeitet.

Parallel arbeite ich seit 2012 als Kulturvermittlerin in Galerien, Kulturstätten, Museen und Stiftungen für zeitgenössische Kunst. Mein Lieblingspublikum sind zugegebenermaßen Kinder, aber ich stehe mit jedem gern im Dialog, besonders auch mit Vereinen. Kreative Workshops ergänzen die Erfahrung eines Ausstellungsbesuchs. Gemeinsam vertiefen wir, was wir in Bezug auf gewissen Werke und Künstler gelernt haben. Diese Momente sind für mich die wertvollsten: Jeder lernt etwas dazu und ist von Emotionen und einem anderen Blickwinkel auf die Welt beflügelt. An diesen Dialogen kann ich stets wachsen. Wir sind weit davon entfernt, dass der Besucher einfach zuhört. Vielmehr wird er integriert und sein eigener Blickwinkel verändert die Erfahrung der Kunst. In Montréal hatte ich bereits während des ersten Monats im Rahmen des Festivals Art Souterrain die Möglichkeit, Führungen in der Innenstadt zu übernehmen. Zudem arbeite ich sowohl im Sommer als auch im Winter als Animateurin für Kinder und Eltern. Durch stetige Ortswechsel und im Freien gelegene Schauplätze lässt sich die Stadt Montréal noch einmal auf andere Weise wertschätzen.

En 2009, fraîchement diplômée du BTS design de mode et textile de l’ENSAAMA, une amie me proposa d’intégrer sa collocation à quelques pas de de la Basilique de St-Denis. Pendant deux années j’ai survolé la ville sans la connaître car j’étudiais dans l’école parisienne Renoir en DMA Illustration. Ce n’est qu’en 2011 que j’ai approfondi mes connaissances de cette superbe ville car les amis de la fanfare d’Olivier de Serres ont signé une location d’un hangar à La Briche, non loin de la gare de RER à St-Denis. Une des richesses de cette fanfare « Les météors », née au sein de l’école en 2007 était que chacun de ses membres venait d’une des sections: design d’espace, de textile, de graphisme, vitrail, métal, matériaux de synthèse…

Lorsque mes études se sont terminées en 2011, nous avons aussi loué la seule maison de la Briche et l’avons renommé Le Cabinet Patte Pelue. D’années en années, notre communauté s’est agrandie et ils sont à présent plus de soixante dix copains à y travailler. La diversité de nos arts et artisanats est notre grande force! Dès 2012 nous avons monté un événement formidable qui se renouvelle depuis presque à chaque année: la Briche Foraine. Nous y construisons nos propres attractions et lors de 2-3 jours de festivité nous y accueillons le public dionysien et d’ailleurs. Il y a une très belle programmation de concerts, spectacles et également des ateliers destinés aux plus jeunes et adultes aussi! Le reste de l’année, la Briche est un lieu discret où chacun travaille à son établi pour créer ses propres créations mais aussi des commandes collectives ou de compagnies/artistes extérieures.

En parallèle, depuis 2012 j’exerce le métier de médiateur culturel dans des galeries, espaces culturels, musées et fondations d’art contemporain. Mon public préféré est je l’avoue les plus jeunes, mais j’aime dialoguer avec tout le monde et en particulier les milieux associatifs! Les ateliers créatifs viennent compléter l’expérience de la visite d’une exposition. Nous mettons en pratique et approfondissons ensemble ce que nous avons appris au sujet des oeuvres et des artistes découvert. Ceux sont des moments précieux et hors du temps dans lequel chacun apprend beaucoup et se nourrit à la fois d’émotions et d’un regard différent posé sur le monde. J’en ressors à chaque fois grandie par ces dialogues. On est loin d’une conférence où le visiteur écoute, là, il est impliqué et son propre regard change l’expérience de l’art. À Montréal, j’ai eu la chance dès le premier mois de mon arrivée d’animer ce type de visites dans les sous-terrains du centre ville pour le festival « Art Souterrain ». Et dans un autre domaine, de rencontrer l’incroyable équipe de « La Pépinière / Espaces collectifs ». J’y anime depuis, hiver comme été des ateliers à destination des enfants et de leurs parents ! Les lieux sont variés et souvent en extérieur, ce qui nous permet d’apprécier Montréal autrement.

 

Wie viele Skizzenhefte hast du in etwa seit deinem Studienende vollgezeichnet? Wurden schon alle Zeichnungen darin ausgestellt? Enfin, à peu près combien de carnets de croquis as-tu rempli depuis la fin de tes études? Les as-tu déjà exposé tous ensemble?

Seit meiner Ankunft in Montréal werde ich etwa ein Dutzend vollgezeichnet haben. Ich kann sie ehrlich gesagt gar nicht zählen, aber ich wäre sehr traurig, wenn ich sie irgendwann verlöre. Die zeichnerischen Werke meiner Pariser Jahre sind in Umzugskisten verstaut, die bei meinen Eltern stehen. Ich liebe es, die sie wieder hervorzuholen, wenn ich bei meinen Eltern bin. Und ja, ich kann mir gut vorstellen, sie alle zusammen auszustellen, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet!

Depuis mon arrivée à Montréal, je dirais que j’ai rempli une dizaine de carnets. Bref, il m’est impossible de les compter, et je serai très triste si un jour je les perdais ! Mes années parisiennes dessinées sont classées dans des cartons de déménagement laissés à mes parents. J’aime les retrouver lorsque je retourne chez eux! Et pourquoi pas, oui, si l’occasion se présente tous les exposer!

 

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